Gemeinwohl und wertschätzender Umgang
Die Vorsitzenden der Kolpingsfamilien und -bezrike sowie die Präsides trafen sich zur Diözesankonferenz im Eichstätter Kolpinghaus. Den Tag begannen die Kolpingschwestern und -brüder mit einer Messfeier in der Kolpingkapelle. Zelebrant Domdekan Msgr. Dr. Stefan Killermann wählte Lieder und Gebete aus dem neuen Gotteslob-Beileger für den Gottesdienst aus. "Lass sie zu Werkzeugen des Friedens werden für unsere Welt": Diese Fürbitte bekam angesichts des Krieges in der Ukraine ganz besondere Bedeutung.
Das von einer Facharbeitsgruppe um die Diözesanvorsitzende Eva Ehard erarbeitete Schutzkonzept zur Prävention von (sexualisierter) Gewalt bildete den inhaltlichen Schwerpunkt der Beratungen. Die Grundhaltungen, auf denen das Schutzkonzept fußt, wurden in einer Gruppenarbeit besprochen. Beim Zusammentragen der Ergebnisse wurde deutlich, wie wichtig im Umgang miteinander Achtsamkeit und Respekt sind. Diözesanvorsitzende Eva Ehard hatte bereits einführend eine Begebenheit geschildert, die sie selbst nachhaltig prägte: Waltraud Westhoven, die verstorbene langjährige Familienbeauftragte des Kolpingwerkes, hatte einmal erzählt, dass sie Mitglied bei der Kolpingsfamilie werden wollte, weil ihr das wertschätzende Miteinander, das sie beobachten konnte, angesprochen hat. Waltraud Westhoven, die für ihr soziales Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden war, blieb zeitlebens Kolpingmitglied. Benedikt Enzinger, Diözesanleiter der Kolpingjugend, und Christina Rixner, Jugend- und Verbandsreferentin, erläuterten den Teilnehmenden die konkreten Schritte hinsichtlich der nötigen Führungszeugnisse, der Jugend-Leiter*In-Card (Juleica) sowie der Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten in Präventionsschulungen.
Weitere Themen der Diözesankonferenz waren die regionalen Anhörungstage des Bundesverbandes zum Leitbild, die Möglichkeit einer Rom-Wallfahrt, die Planung der Diözesanwallfahrt sowie die Informationen aus den Fachausschüssen sowie von der Kolpingjugend. Ein weiterer Punkt des Austausches, der einen breiten Rahmen einnahm, waren die unterschiedlichen Aktionen der Kolpingsfamilie für die Unterstützung der Menschen in der Ukraine. Bezirksvorsitzender Hans Hasmüller berichtete von den Hilfsgütern, die in Wemding gesammelt und von Gersthofen aus an die ukrainische Grenze transportiert wurden. Exemplarisch für die Beteiligung an Friedensgebeten und Mahnwachen teilte der Vorsitzende der Kolpingsfamilie Eichstätt, Dr. Gerhard Rott, die Erfahrungen der Veranstaltungen vor dem Eichstätter Rathaus. Traditionell schloss die Diözesankonferenz mit dem Kolping-Lied: Ein bewegender Moment, der manchen an die Zeit vor der Corona-Pandemie erinnerte.
