100-jähriges Jubiläum der Kolpingsfamilie Velburg

Bei strahlendem Sonnenschein feierte die Kolpingsfamilie Velburg ihr 100jähriges Bestehen. Nachdem es am Vorabend einen Rückblick auf die wechselvolle Geschichte der Kolpingsfamilie gegeben hatte, begann der Festsonntag mit Böllerschüssen und einem Kirchenzug, angeführt von der Stadtkapelle Velburg, in die Pfarrkirche.

Kolping-Landespräses Domvikar Msgr. Christoph Huber stellte als Hauptzelebrant in seiner Predigt den Begriff der Heimat in den Mittelpunkt. Dass zu einer lebenswerten Heimat das Miteinander der Generationen gehört, verdeutlichte er am Beispiel der Aktion der Kolpingjugend "Jung lehrt Alt". Tobias Bacherler, der das Banner des Kolpingjugend-Diözesanverbandes trug und direkt neben dem Prediger stand, war aktiv an dieser Aktion, bei der Jugendliche älteren Mitbürgern die Benutzung von PC, Laptop und Smartphone erklärten, beteiligt. Mit den Worten von Julius Kardinal Döpfner, die dieser beim Kolpingtag 1963 in Altötting gesprochen hatte, lud der Landespräses alle Gottesdienstbsucher und Festgäste zur Landeswallfahrt 2014 am 3. Oktober nach Altötting ein. Die Worte von Kardinal Döpfner lauten: "Wir bleiben zusammen mit sorgenden Augen, wir bleiben zusammen mit helfenden Händen, wir bleiben zusammen mit betenden Herzen". Dieses Zusammenstehen und Zusammenbleiben, so Huber, habe die Kolpingsfamilie Velburg die vergangenen 100 Jahre gelebt. Der Festprediger wünschte den Velburgern Gottes Segen für das weitere Engagement im Namen und im Sinne des Seligen Adolph Kolping. Ortspräses Dekan Elmar Spöttle lud alle Anwesenden zum Festakt in das Pfarrheim ein.
Der Vorsitzende der Kolpingsfamilie Bernhard Dürr begrüßte im Pfarrheim alle Gäste aus Nah und Fern. Grußworte des Velburger Bürgermeisters Bernhard Kraus und des Mitglieds des Kolping-Bundesvorstands, Wolfgang Simon, schlossen sich an. Simon überbrachte der Kolpingsfamilie Velburg das Ehrendiplom des Bundesverbandes. Festredner Staatsminister a.D. Dr. Thomas Goppel bezog sich in seiner Ansprache auf die Predigt des Landespräses und hob hervor, dass dieser Heimat als etwas beschrieben hat, in dem ich mich selbst für andere entdecken kann. Die Kolpingsfamilie nimmt unter den örtlichen Vereinen insofern eine Ausnahmestellung ein, führte Goppel aus, als das Familienleben einen engen Zusammenhalt darstellt, der über die Beliebigkeit einer Vereinsmitgliedschaft weit hinausgehen. Mit Erinnerungen an das eigene Elternhaus machte Goppel, der Aufsichtsratsvorsitzender des Kolping-Bildungswerkes Bayern ist, deutlich, dass in einer Familie nicht nur die angenehmen Dinge auf den Tisch kommen. Wichtig ist die gegenseitige Stütze und der Zusammenhalt, den die Familie allen Mitgliedern gewährt. Ortsvorsitzender Bernhard Dürr bedankte sich bei allen, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben und wünschte allen Teilnehmern gute Gespräche beim anschließenden Mittagessen und Kaffeetrinken.

06.05.2014