„In Geschichten uns wieder finden“ - Ein etwas anderer Rückblick zum Frauen-Bildungswochenende

Rückblick von Waltraud Westhoven auf das vergangene Wochenende
Gruppenfoto

Und??? Was waren das für 3 Tage???

Informativ? Ja, und auch schön!!

„In Geschichten uns wieder finden“!

Die Suche danach ist akribisch gescheh’ n.

 

Claudia Gabriel, die Dozentin aus Rohrbach a. d. Ilm,

ließ Geschichten sichtbar werden, wie in einem Film.

Stellte Fragen an alle, die zum Nachdenken zwangen.

In Gruppen sind wir ihnen nachgegangen.

 

Lenkte geschickt auf Brunnen, die Menschen das Überleben brachten.

Darüber nachzudenken war wirklich nicht zu verachten.

„Die Stadt der Brunnen“, so hieß eine Geschichte dann,

deren Inhalt gleich zur Diskussion dann kam.

 

Gemeinsam haben wir in Gruppen nachgedacht,

erfuhren, wie ein verschütteter Brunnen zum Leben ward gebracht.

Ist nämlich ein Brunnen mit „Gerümpel“ voll bis oben

wird er möglicherweise in die Breite geschoben!

 

Wird der Brunnen vom Inhalt aber befreit

geht er in die Tiefe, bleibt eng, wird nicht weit.

So kann er noch tiefer werden, bis er Wasser findet,

sich bewegt, gibt Nass ab, ja bis sich Lebendiges um den Brunnen windet!

 

Das Leben explodierte um den Brunnen rund herum,

in „Obstgarten“ nannte man das Fleckchen um.

Der Brunnen des Menschen ist m eist auch mit Gerümpel voll,

das findet sein Innerstes nicht so toll!

 

Drum soll man ihm das Schuttgut entfernen,

quasi sein „Inneres“ entkernen!

Dann haben neue Ideen und Gedanken Platz.

Das ist für Körper und Seele ein richtiger Schatz!!

 

Um das zu dokumentieren wurden von uns Brunnen sichtbar auf Papier gemacht,

die Geschichten dazu zu Gehör gebracht.

So hat jede von uns sein Gerümpel gefunden.

Die Entrümpelung folgte unumwunden.

 

Frau Gabriel hat in ihrer Art uns zum Suchen gebracht…..

und das hat uns allen sogar Freude gemacht!

Ich denke, künftig wird jede mit ihrem Brunnen sorgfältiger sein

und beim Entrümpeln strenger sein.

 

 

Dr. Franz Hausmann war für das Religiöse zuständig,

kennt die Geschichten der Bibel fast auswendig.

„Eva“, „Erschaffung von Mann und Frau“

erfuhren wir bei (Gen 2,18-24 und Gen 1,26-28) sehr genau.

 

Hörten, was bei Übersetzung der Bibel kam „verschieden“ heraus.

Er legte alle wichtigen Stellen „zeitgerecht“ aus.

Auch die „Sündenfallerzählung“ (Gen2,18-24, Gen1,26-28) wurde exakt unter die Lupe genommen.

Mitarbeit aller, Fragen, Eigenberichte sind nicht zu kurz gekommen.

 

Das „Gleichnis von den Jungfrauen“ (Mt25,1-3) wurde ebenfalls analysiert,

mit gezielten Fragen von heute konfrontiert.

Ein anderer Blickwinkel auf eine Geschichte zeigt klar,

dass manch bisherige Interpretation nicht „ganz“ richtig war.

 

Namhafte Künstler des Mittelalters haben so etliche Interpretationen nicht korrekt dargestellt,

sodass diese „Irrtümer“ noch heute prägen die Welt!

Unsere Theologen dürfen künftig nicht ruh’ n mit der Umsetzung der Schriften ins Heute.

Da gibt es noch viel zu tun!!

 

Alle haben begeistert mitgemacht,

sich, ihre Gedanken, Erfahrungen, Wünsche für die Zukunft eingebracht.

Künftig mehr auf den Hintergrund der biblischen Geschichten zu achten, sich religiös weiter zu bilden, sich aktiv einzubringen,…

Dann wird ein Leben, wie es Gott wollte, besser gelingen.

 

Wir haben einen liebenden, barmherzigen Gott erfahren.

Das wollen wir nie vergessen, ihn in unserem Herzen bewahren.

„Gib der Welt ein menschliches Gesicht“,

dieses Wort von Adolph Kolping vergessen wir künftig nicht!!

 

Ergänzend sei noch der Besuch im Staudenhof genannt,

der unter „Landduft“ und Kälte stattfand.

Glückliche Kühe, Schweine, Hühner, Schafe und Ziegen

sahen wir stehend, hüpfend und zufrieden im Freien im Dreck liegen.

 

Wir erfuhren von der Entstehung des Bioland-Hofes, hörten vom Tagesablauf.

Das bringt den 6 – 7 Leuten Arbeit zuhauf.

Ohne riesige Technik wäre das nicht zu schaffen.

Erlös und Aufwand dürfen nicht zu weit auseinander klaffen.

 

An den Gebeten der Mönche nahmen wir teil,

zur Ehre Gottes und zu unserem Heil.

Ob das immer gelungen ist weiß ich nicht.

Die Akustik war nicht sehr gut,

man die Stimme des Vorsängers kaum hören tut.

 

Auf jeden Fall haben wir versucht fromm zu sein!

Wenn nicht, wird uns Gott (hoffentlich) gnädig sein!

 

Beinahe hätte ich den letzten Abend vergessen,

an dem alle denkend und ratend sind da gesessen.

Petra hat Konzentration und Denkvermögen testen wollen,

wobei Rechnen und Logik an Beispielen gelöst werden sollen.

 

Die Köpfe haben ziemlich geraucht,

doch gemeinsam hat man nur die Hälfte der Zeit gebraucht.

Die Kellergewölbe luden zum Verweilen ein.

Da wollten die meisten auch dabei sein!!

 

Am Ende möchte ich allen Dank sagen,

die zum Gelingen des Aufenthaltes haben beigetragen.

Dank an Euch alle, die Ihr habt Gemeinschaft gelebt,

die Zugehörigkeit zu Kolping habt toll belebt!

 

Mir hat es gefallen, es war wieder schön.

Danke … und Auf Wiederseh’ n!

                                                    

Plankstetten, 10. Januar 2016

Waltraud Westhoven  

14.01.2016

Freitagabend mit Fr. Claudia Gabriel

Besuch des Bauernhofes im Kloster

Besuch des Bauernhofes im Kloster

Reflektion am Sonntag