Diözesankonferenz der Kolping-Vorsitzenden in Spalt –„Auf dem Weg zu einer Kultur der Achtsamkeit“
Nach einem gemeinsamen Gottesdienst in St. Emmeram mit dem Diözesanpräses Msgr. Dr. Stefan Killermann und dem Präses der Kolpingsfamilie Spalt, Pfarrer Josef Mederer, folgte die Begrüßung durch die Diözesanvorsitzende Eva Ehard, die sich darüber freute, ein Heimspiel zu haben, ist sie doch zugleich Vorsitzende der Kolpingsfamilie Spalt.
Die Präventionsbeauftragte des Erzbistums Bamberg, Frau Monika Rudolf, stellte das Präventionskonzept des Bistums Eichstätt vor und erarbeitete mit den Vorsitzenden zunächst die Begrifflichkeiten: Was ist sexualisierte Gewalt? Welche Stufen - beginnend mit Grenzverletzungen, Übergriffen bis hin zu strafrechtlich relevanten Formen sexualisierter Gewalt gibt es? In einer Gruppenübung kristallisierte sich dann auch schnell eines der Grundprobleme heraus: Die Wahrnehmung sexueller Gewalt ist unterschiedlich – kulturell bedingt, altersabhängig, oder abhängig von einer bestimmten Situation, eines bestimmten Kontextes.
Einigkeit herrschte darüber, dass gerade in einem generationenübergreifenden Familienverband wie Kolping die Kultur der Achtsamkeit die Grundhaltung sein sollte. Viele Kolpingsfamilien wissen von ihren Familienfreizeiten, Zelt- und Hüttenlagern, dass ein respektvoller Umgang miteinander sowie vorher festgelegte Verhaltensspielregeln vieles erleichtern. Besonders Kinder und Jugendliche müssen spüren, dass ihre Anregungen, Sorgen und Ängste wahrgenommen und berücksichtigt werden.
Die Kolpingjugend hat das Thema „Prävention von Grenzverletzung und Gewalt in der kirchlichen Jugendarbeit“ immer als einen zu behandelnden Baustein in ihrer Gruppenleiterschulung.
Der Nachmittag war geprägt vom Austausch zwischen den Kolpingsfamilien und dem Diözesanverband. Die Fragestellungen zielten zum Beispiel auf die Rolle der jeweiligen Kolpingsfamilie in der Pfarrei: Ist man dort der Motor, beteiligt man sich an Festen, fungiert man als Geldgeber? Auch die Jugendarbeit, die Neuaufnahmen (so es denn welche gab) und die Frage nach den Nachfolger/innen der amtierenden Vorsitzenden wurden besprochen.
Bei der Vorstellung der Termine war die Wallfahrt Patrona Bavariae am 7. Mai ein wichtiges Thema. Da Kolping eine der Sternwallfahrten verantwortet und beschlossen wurde, dass diese zugleich unsere Diözesanwallfahrt sein wird, machte Diözesanpräses Msgr. Dr. Stefan Killermann hierfür Werbung.
Besonders im Fokus stand heuer der Fachausschuss Eine Welt: Mitte August fliegt eine kleine Delegation in unser Partner-DV Peru, zuvor wird es am 9. Juli in Eichstätt einen Studientag Peru geben – in Kooperation mit dem Referat Weltkirche.
Im September wird auf der Diözesanversammlung des Kolingwerks DV Eichstätt die neue Partnerschaft mit dem Nationalverband Togo besiegelt – auch dies ein wichtiges Ereignis. Zudem haben wir dieses Jahr gleich zwei Spiegelsaalreden mit interessanten Referenten: Am 30. September wird Entwicklungsminister Müller zu Gast sein, am 25. Oktober der Hauptgeschäftsführer und Vorstandsvorsitzende des Bischöflichen Hilfswerks Misereor, Msgr. Pirmin Spiegel.
Insgesamt zeigt sich, dass auch 2016 ein intensives Kolpingjahr sein wird, auf das wir uns freuen.
Bericht: H. Schinzel
Fotos: T. Bacherler u.E. Kommer