Diözesanversammlung des Kolpingwerkes in Hilpoltstein

Hilpoltstein/Eichstätt „Wohin führt der Weg der Diözese Eichstätt?“ – Dies war nicht nur die Ausgangsfrage des Kolpingwerkes an Diözesanadministrator Alfred Rottler, sondern bestimmte auch die Beratungen der Delegierten im Hofmeierhaus Hilpoltstein.

Das Quo-vadis-Thema beschäftigt die Kirche seit ihren frühesten Tagen. In einer Zeit ohne Bischof ist es also sehr verständlich, dass die Diözesanversammlung von Kolping von Dompropst Alfred Rottler wissen wollte, wohin der Weg der Diözese führt. Rottler beantwortete die Fragen der Delegierten nach einem Eingangsstatement sehr offen. Natürlich wollte man wissen, wie denn der neue Bischof „beschaffen“ sein sollte und wann man mit der Ernennung rechnen könne. Der Wunsch, dass „der Neue“ mit Verbänden vertraut sein sollte, nahm Diözesanadministrator Rottler mit einem Lächeln zur Kenntnis. Rottler betonte, wie wichtig es sei, dass Personen mit Leitungsfunktion aufmerksam zuhören und durch verbindliches Reden und Handeln Vertrauen schaffen können. Zu den Sparmaßnahmen im Bistum wurde die Frage gestellt, ob man mit der Sense über alles hinwegmähen werde. Alfred Rottler wies auf zurückgehende Kirchenmitglieder und sinkende Steuereinnahmen hin und dass man im Haushalt durchaus gezielt schauen müsse, was wie gefördert werde. Ganz wichtig war dem Diözesanadministrator den Blick auf das Positive zu richten: Das nach wie vor ungebrochene ehrenamtliche Engagement zeuge von Kontinuität und neuem Aufbrechen gleichzeitig und mache für die Zukunft der Kirche Hoffnung. Gemeinsam mit Diözesanpräses Msgr. Dr. Stefan Killermann und dessen Stellvertreter, Dominik Pillmayer, feierte Dompropst Rottler in der Pfarrkirche St. Johannes die Heilige Messe. In seiner Predigt setze sich Diözesanpräses Dr. Killermann mit unserem Wirken in der uns gegebenen Zeit auseinander und stellte einmal mehr den Seligen Adolph Kolping als Leitstern heraus. „Wichtig scheint mir deshalb, dass auch wir heute im Kolpingwerk uns zu Jesus Christus und seiner Frohen Botschaft bekennen und wie Adolph Kolping fest verwurzelt in Gott aus dem Glauben Auftrag und Motivation beziehen und daraus die Grundhaltungen für unser persönliches Leben und unser gemeinschaftliches Wirken beziehen“, so Dr. Killermann.

Grußworte an die Versammlung richteten Hilpoltsteins Bürgermeister Markus Mahl, das Mitglied des Kolping-Bundesvorstands Sven-Marco Meng und der Landesvorsitzende des Kolpingwerkes, Erwin Fath. Der rote Faden durch die Grußworte war die Betonung der Unverzichtbarkeit ehrenamtlichen Einsatzes.

Diözesanvorsitzender Hans Hasmüller, die Leiter der Fachausschüsse und die Diözesanleitung der Kolpingjugend legten Rechenschaft über das Jahr 2024 ab. Diözesangeschäftsführer Ewald Kommer berichtete über die Mitwirkung von Kolping in den Gremien des Handwerks und der Sozialen Selbstverwaltung in den Krankenkassen, Berufsgenossenschaften und der Rentenversicherung.

Ein Rückblick auf die Ehrungen im vergangenen Jahr machte darüber hinaus deutlich, dass, wie in Anlehnung an das Evangelium gesagt werden kann,  die gute Saat reiche Früchte trug. In der Diözesanversammlung selbst erhielt die Jugend-und Verbandsreferentin Christina Rixner eine Dankurkunde mit Medaille. Passend zur Interkulturellen Woche gab es einen Austausch, welche Kolpingsfamilien aktiv in der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund tätig sind. Als Zeichen der Selbstvergewisserung und des Zusammenhalts setzte das gemeinsame Singen des Kolpingliedes den Schlusspunkt der Diözesanversammlung.

Text: Ewald Kommer

Bilder: Christina Rixner

25.09.2025